Erzbischof Koch segnet neues Kolping Jugendwohnen

Drittes Kolping Jugendwohnen in Berlin eröffnet: Über 100 junge Menschen finden in Berlin-Mitte bezahlbaren Wohnraum und ein Zuhause auf Zeit

Am 11. September wurde das neue Kolping Jugendwohnen in der Heinrich-Heine-Straße in Berlin-Mitte feierlich eingeweiht. Erzbischof Dr. Heiner Koch segnete das neue Haus und die Menschen, die hier wohnen und arbeiten. Seit Mai 2026 sind die ersten jungen Menschen eingezogen. Insgesamt bietet das Haus 104 möblierte Einzelzimmer sowie Gemeinschaftsküchen, Lern- und Aufenthaltsräume und verschiedene Freizeitflächen.

Viele Bewohner*innen waren beim Einweihungsfest dabei und feierten gemeinsam mit dem Team, Unterstützer*innen, Gästen und Wegbegleiter*innen. Bei Hausführungen konnten die Besucher*innen das neue Jugendwohnen kennenlernen und einen Eindruck davon bekommen, wie hier gewohnt, gelernt und zusammengelebt wird.

Ein Ort zum Wohnen, Lernen und Ankommen

Gerade für junge Menschen, die für ihre Ausbildung nach Berlin kommen, ist bezahlbarer Wohnraum eine große Herausforderung. Die Mieten in der Hauptstadt sind hoch, gleichzeitig reicht ein Ausbildungsgehalt häufig nicht aus, um auf dem freien Wohnungsmarkt eine passende Wohnung zu finden.

Genau hier setzt das Kolping Jugendwohnen an: Die Bewohner*innen bekommen nicht nur ein bezahlbares und möbliertes Zimmer, sondern auch Unterstützung beim Start in ein selbstständiges Leben. Sozialpädagogische Begleitung, Gemeinschaft und Räume zum Lernen und für die Freizeit gehören zum Konzept.

„Kolping hat früh verstanden, wie entscheidend eine Ausbildung für den weiteren Lebensweg ist“, erklärte Erzbischof Dr. Heiner Koch bei der Einweihung. „Was das heute in einem Ballungsraum wie Berlin bedeutet, liegt auf der Hand: Es gibt viele Ausbildungsplätze, aber nur wenige freie Wohnungen, die man mit dem ersten selbstverdienten Geld bezahlen kann.“

Eine abgeschlossene Ausbildung verbessert die beruflichen Chancen deutlich. Gleichzeitig fehlt es in vielen Städten an passendem und bezahlbarem Wohnraum für junge Menschen in Ausbildung. Das Kolping Jugendwohnen schafft hier konkrete Möglichkeiten.

Drittes Haus in Berlin

Das neue Haus in der Heinrich-Heine-Straße ist bereits das dritte Kolping Jugendwohnen in Berlin. Zusammen mit den Standorten in Prenzlauer Berg und Oberschöneweide stehen damit mehr als 250 Wohnplätze für junge Menschen zur Verfügung.

Damit wächst ein Angebot, das junge Menschen während einer wichtigen Übergangsphase begleitet: raus aus dem Elternhaus, hinein in Ausbildung, Arbeit und ein selbstständiges Leben.

Auch Erzbischof Koch verband seinen Segen mit guten Wünschen für die Bewohner*innen: „mit allen guten Wünschen für die, die darin wohnen und in unserer Stadt den Start in ein eigenständiges Leben wagen.“

Ein Fest mit vielen Menschen, die das Haus möglich gemacht haben

Die Einweihung war auch ein Dankeschön an alle, die den Aufbau des neuen Jugendwohnens unterstützt und begleitet haben. Viele Unterstützer*innen und Förderer*innen haben dazu beigetragen, dass aus dem Bauprojekt ein lebendiger Ort für junge Menschen werden konnte.

Auch das Team vor Ort wurde bei der Feier gewürdigt. Mit viel Engagement hat es den Einzug der ersten Bewohner*innen begleitet und dafür gesorgt, dass das neue Haus Schritt für Schritt zu einem Zuhause wird.

Nach dem offiziellen Teil wurde gemeinsam gebetet und das Kolpinglied gesungen. Anschließend gab es bei schönem Wetter gutes Essen und Getränke. Draußen wurde zusammengesessen, geredet und gefeiert – mittendrin die Bewohner*innen, für die das Haus gebaut wurde.

So wurde die Einweihung zu einem Fest, das genau das sichtbar gemacht hat, wofür das Kolping Jugendwohnen steht: Gemeinschaft, Unterstützung und ein guter Start ins selbstständige Leben.

Ein würdiger Tag für ein neues Haus und für alle Menschen, die dazu beigetragen haben, dass hier junge Menschen ein Zuhause auf Zeit finden.

Fotos copyright Kolping. Ines Grabner
Unternehmensfotografie

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